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2.4 Campylobacter

Monitoring und Bekämpfung

© Angelika Koch-Schmid/pixelio

Unter den meldepflichtigen infektiösen Darmkrankheiten nahmen in der Bundesrepublik  im Jahr 2004 die Campylobacter-Enteritiden (entzündliche Erkrankung des Dünndarms) mit 55.481 gemeldeten Fällen den zweiten Platz hinter den Salmonellosen (56.760 gemeldete Fälle) ein. Während im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der Salmonellosen rückläufig war, stieg die der Campylobacter-Erkrankungen an. 

Mehrere Studien belegen, dass der Verzehr von Geflügelfleisch und dessen Behandlung für die Zubereitung von Gerichten zu den Risikofaktoren der humanen Campylobacter-Infektionen gehört. Quantitative Risikoschätzungen zeigen, dass etwa 47 Prozent der in Deutschland aufgetretenen Campylobacteriosefälle auf Hähnchenfleisch zurückzuführen sind. Hierfür spricht auch die hohe Nachweisrate (fast 60 Prozent) von Campylobacter spp. bei Hähnchenfleisch aus dem Einzelhandel.

In diesem Zusammenhang ist es notwendig, Untersuchungen zur Erregerübertragung in Nutztierbeständen mit Campylobacter spp. zu erheben.