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1.4 Emerging Diseases

Entwicklung eines gemeinsamen Krisenmanagement-Protokolls

Der Ausbruch der Blauzungenkrankheit 2006 im D-NL-Grenzgebiet hat gezeigt, dass so genannte emerging diseases auch in Nordeuropa auf dem Vormarsch sind. Die veränderten klimatischen Bedingungen, aber auch der erhöhte Reise- und Handelsverkehr tragen dazu bei, dass exotische, bislang weitgehend unbekannte Tierseuchen auch in unseren Breiten auftreten können. Für den Menschen ist die Krankheit vollkommen ungefährlich. Auch der Genuss von Fleisch oder Milch und Milchprodukten stellen keine Bedrohung dar. Sämtliche Wiederkäuer können von der Krankheit befallen werden, jedoch erkranken in der Regel nur Schafe so ernsthaft, dass die Krankheit bei ihnen  zum Tod führen kann.

Dies stellt sowohl eine Herausforderung für die privatwirtschaftlichen als auch für die behördlichen Sicherungssysteme der Grenzregion dar. Viele Erreger sind noch gänzlich unbekannt, adäquate Maßnahmen des Krisenmanagements sind oft nicht erprobt und die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen nur bedingt abschätzbar. Um rechtzeitig Schwerpunkte in der Vorbereitung auf potenzielle neue Krisen setzen zu können, empfiehlt es sich, ein gemeinsames Protokoll zu entwickeln, um dem etablierten Krisenmanagement zusätzliche Möglichkeiten zu verleihen. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es daher, die Risiken von emerging diseases zu analysieren und verschiedene Krisenszenarien zur Vorbereitung auf Ausbrüche zu entwickeln.

  • Tierseuchen - was ist das?