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1.3 Rücklagenbildung (capacity building)

Strategien zur gemeinsamen Rücklagenbildung in der Vorbereitung auf einen Ausbruch von Tierseuchen in Nutztierhaltungen

Die erfolgreiche Bekämpfung einer Tierseuche erfordert sowohl einen hohen organisatorischen als auch technischen Aufwand. Die Qualität der Maßnahmen im Krisenfall ist abhängig vom Grad der Vorbereitung auf verschiedene Tierseuchenausbrüche. Da diese Vorbereitungen meist sehr zeitaufwendig und kostenintensiv sind, empfiehlt sich eine nähere Abstimmung der Akteure im Grenzgebiet.

Verschiedene Aspekte sollen im Verlauf des Projekts analysiert werden. Dazu gehören die Maßnahmen zur Bekämpfung der Aviären Influenza (AI wird verschiedentlich als Geflügelpest bzw. Vogelgrippe bezeichnet) innerhalb der ersten 72 Stunden eines Ausbruchs. Hier sollen unter anderem die Möglichkeiten zur Reduzierung der Vorhaltekosten, die gezielte Schulung von Mitarbeitern sowie die Klärung arbeitsrechtlicher Fragen berücksichtigt werden (Kreis Borken).

Ein weiterer Aspekt ist der Umgang mit Milch im Krisenfall. Sowohl strategische Möglichkeiten in Fragen der Abholung, Verwertbarkeit und Vermarktung als auch technische Optionen in Sachen Beschaffung von mobilen Pasteurisierungsanlagen, Einsatz von Tankwagen mit Desinfektionsmöglichkeit u.ä. sollen grenzüberschreitend diskutiert und geprüft werden (LAVES).

Im Interesse der verantwortlichen Landesbehörden VWA, LAVES und LANUV steht außerdem die Suche nach einem System zum bedarfsorientierten Austausch von Fachleuten zur Unterstützung im Normalbetrieb und im Krisenfall (GIQS).

Letztlich ist es Ziel dieses Arbeitspakets, validierte Finanzierungs- und Umsetzungskonzepte für eine grenzüberschreitende Erweiterung der bestehenden staatlichen und privatwirtschaftlichen Maßnahmenpläne im Bereich capacity building zu entwickeln.