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3.5 Pazifische Auster

Bioinvasion der Pazifischen Auster im Wattenmeer

Die aus Aquakulturen eingewanderte Pazifische Auster hat sich in den vergangenen Jahren im Wattenmeer immer weiter ausgebreitet. Neben den möglichen Risiken beinhaltet die Ausbreitung der Pazifischen Auster auch potenzielle neue Chancen wie zum Beispiel Zucht- und Vermarktungsmöglichkeiten.

Muschelbänke im Gezeitenbereich des Wattenmeers werden zunehmend von der Pazifischen Auster dominiert, was erhebliche wirtschaftliche Einbußen für die Miesmuschelfischer zur Folge hat. Die Pazifische Auster ist bereits im gesamten ostfriesischem Wattenmeer anzutreffen, die größten Bestände sind im Ems-Gebiet zu finden. Während die Ernte von Kulturflächen der Muschelfischer von den Lebensmittelüberwachungsbehörden amtlich kontrolliert wird, unterliegen die sich ausbreitenden Austernriffe im Wattenmeer keinerlei Überwachungs- bzw. Monitoring-Systemen hinsichtlich mikrobieller und chemischer Gefahren. Gleichwohl ist besorgniserregend festzustellen, dass Touristen bzw. Verbraucher zunehmend die Pazifische Austern für den eigenen Verzehr sammeln. Es gibt auch Hinweise, dass entgegen den lebensmittelrechtlichen Bestimmungen die derart erworbenen Austern mittlerweile auch in der Gastronomie angeboten werden.