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3.4 risikoorientierte Kontrolle

Abstimmung der staatlichen und privatwirtschaftlichen Kontrollen

Die privatwirtschaftlichen und staatlichen Kontrollen landwirtschaftlicher Betriebe sind bislang zu wenig aufeinander abgestimmt. Audits, also Untersuchungsverfahren, die dazu dienen, Prozesse hinsichtlich der Erfüllung von Anforderungen und Richtlinien zu bewerten, werden oft nicht gegenseitig anerkannt. Das führt zur Verschwendung personeller Ressourcen und dazu, dass mögliche Synergieeffekte nicht genutzt werden. Darüber hinaus beziehen sich die staatlichen Kontrollen aus personellen und finanziellen Gründen nur auf einen kleinen Teil der Betriebe (ca. zehn Prozent pro Jahr). Die privatrechtlichen Audits haben hingegen häufig Schwierigkeiten in Betrieben, gegen die von behördlicher Seite sanktioniert werden müsste. Die Landwirte wiederum werden durch die anfallenden Doppelkontrollen unnötig belastet. Zielsetzung dieses Arbeitspaketes ist es daher

  1. den Übereinstimmungsgrad privater und öffentlicher Audits zu überprüfen,
  2. die Effektivität öffentlich-rechtlicher Kontrollen durch intelligente Risikobewertung zu steigern,
  3. öffentliche und privatwirtschaftliche Ressourcen zu schonen,
  4. weitere Nutzeffekte für die staatliche Überwachung und QS zu ermitteln,
  5. Lösungen für Datenschutzaspekte zu finden,
  6. die grenzüberschreitende Dimension landwirtschaftlicher Kontrollen zu bewerten und  
  7. Strategien zur gegenseitigen Anerkennung von Auditleistungen zu entwickeln.  

Zusätzlich sollen Aspekte der prozeßbegleitenden Zertifizierung von Lieferbeständen und Tiergruppen beleuchtet werden, die besonders für den Handel der Grenzregion von Bedeutung sind.

Veröffentlichungen

Poster zum PFT-Screening, präsentiert auf dem InterLabTec Kongress in München, März 2011, PDF-Download>>

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