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3.3 Qualitätskontrolle Analytik

Risikobewertung von Schadstoffen in Böden, Pflanzen, Futter- und Lebensmitteln

Schadstoffe aus der Luft, dem Wasser und Boden gelangen über die Nahrungskette früher oder später auch in den menschlichen Körper und können dort, abhängig von der Konzentration und Einwirkungsdauer, gesundheitliche Schäden verursachen. Die Aufnahme von Schadstoffen durch den Menschen kann auf verschiedenen Wegen, so genannten Wirkungspfaden erfolgen. Aufgrund des intensiven Handels mit Agrarprodukten im D-NL-Grenzgebiet hat ein Schadstoff bereits mehrmals die Grenze passiert (z.B. in organischen Düngemitteln, Futtermitteln, Tieren und Lebensmitteln), bevor er den menschlichen Organismus erreicht. Eine abgestimmte Vorgehensweise bei der Risikobewertung von Schadstoffen in Böden, Pflanzen, Futter- und Lebensmitteln ist daher von großer Bedeutung.

Für eine Vielzahl von Schadstoffen fehlen aussagekräftige Parameter, um eine effektive Risikobewertung vorzunehmen. In diese Gruppe fallen z.B. die Perfluorierten Tenside (PFT). Eine Studie im Auftrag des MUNLV (Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) hat ergeben, dass relevante PFT-Konzentrationen über Pflanzen aus dem Boden aufgenommen werden.

Für die Futtermittel- und Lebensmittelkette sind daher Risikobewertungen durchzuführen. Dies wurde in einem PFT-Kolloquium, das MUNLV und BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) organisiert haben, im Juni 2008 deutlich. Durch Fütterungsversuche soll nun die Toxikogenetik der PFT-Verbindungen in Nutztieren festgestellt werden. Darüber hinaus soll die Entwicklung einer neuen Screening Methode zukünftig ein unaufwendiges und kostengünstiges Monitoring im Futtermittel- und Lebensmittelbereich ermöglichen. Dies ist notwendig, da immer noch grundlegende Daten für ein Monitoring fehlen

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