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3.1 Eigenkontrollsysteme

Weiterentwicklung der betrieblichen Eigenkontrollsysteme

Die EU Verordnungen 178/2002, 852-, 853-, 854- und 882/2004 („EU-Hygienepaket") enthalten einen Paradigmenwechsel in der Beherrschung der Sicherheit von Lebensmitteln. Dabei werden der Schlachtprozess und die Schlachttier- und Fleischuntersuchung im Sinne eines integrierten Ansatzes „from stable to table" gesehen.

Produzenten in der Lebensmittelkette sind demnach explizit für die Sicherheit Ihrer Produkte verantwortlich und können im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben Systeme entwerfen, um die relevanten Gefahren zu beherrschen. Den zuständigen Behörden obliegt die amtliche Kontrolle auch dieser betrieblichen Systeme und die Durchsetzung des einschlägigen EU Rechts im Falle von Mängeln und Verstößen. Des Weiteren müssen die Systeme zur Beherrschung der Lebensmittelsicherheit auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Und darüber hinaus die zu entwickelnden und umzusetzenden Systeme auf einer Risikoanalyse und den auf HACCP gestützten Verfahren basieren.

Behörden wie Unternehmen müssen sich auf diese neue Aufgabenverteilung einstellen und wirksame Instrumente zu ihrer Durchführung entwickeln. Ein grenzüberschreitend abgestimmtes Vorgehen hilft, die innovativsten Ansätze privatwirtschaftlicher Beherrschungs- und behördlicher Überwachungssysteme auf beiden Seiten der deutsch niederländischen Grenze zu nutzen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Hierzu soll diese Komponente beitragen.