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GIQS Newsletter Nr. 1

GIQS Newsletter 1 vom 29.10.10

Teilentwarnung bei MRSA

Bereits im Rahmen des INTERREG IIIA-Programms wurde
mit der Information von Öffentlichkeit und Betroffenen zu MRSA-Erregern begonnen, u.a. durch die Einrichtung eines Internetportals http://www.mrsa-net.eu.
Methicillin-Resistente-Staphylococcus-Aureus-Erreger (MRSA) waren bislang hauptsächlich als Krankenhauskeime bekannt und gefürchtet. Mittlerweile sind jedoch ca. 6.000 verschiedene Stämme identifiziert, die man in drei Hauptgruppen unterteilt: Krankenhaus-MRSA, sog. community-acquired MRSA und Tier-assoziierte MRSA, dessen zoonotisches Potential im Rahmen des deutschniederländischen Projekts SafeGuard im AP 2.3 näher untersucht wird. Die verschiedenen MRSA-Typen werden oft in der öffentlichen Diskussion nicht unterschieden, dabei ist ihr Gefahrenpotential stark unterschiedlich.

Zwei gute Nachrichten zu MRSA konnte PD Dr. med. Alexander Friedrich vom Universitätsklinikum Münster beim Fachgruppentreffen Zoonosen verkünden: So kommt die besonders gefährliche Komponente, das Panton-Valentine Leukozidin (PVL), das häufig Ursache für besonders schwere Krankheitsverläufe ist, nicht bei den untersuchten Tier-assoziierten (LA)MRSA vor. Außerdem zeigte sich, dass den in Schweinen vorkommenden MRSA-Stämmen das Gen fehlt, das für die Resistenzentwicklung gegen eines der wichtigsten noch wirksamen  Antibiotika verantwortlich ist. Zwar sind MRSA-Erreger in geradezu erschreckendem Ausmaß bei Tier und Mensch auf dem Vormarsch und deshalb Vorsorgemaßnahmen insbesondere zur Eindämmung der Keime und zur Hygiene erforderlich, aber noch ist die Bekämpfung möglich.

BeNeLux-Länder üben den Ernstfall in Den Haag

In Rahmen einer grenzüberschreitenden Table-top-Übung simulierten die Verantwortlichen der drei BeNeLux-Veterinärbehörden am 25. März Maßnahmen für den Fall eines Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche (MKS) im gemeinsamen Grenzgebiet. Insgesamt übten in den Räumen der Voedsel- en Warenautoriteit (VWA) mehr als 40 Fachleute die Abstimmung im Krisenfall. Im Rahmen des Arbeitspakets 1.5. wird derzeit unter der Leitung von GIQS eine deutsch-niederländische Tierseuchenübung vorbereitet, in die u.a. die Erfahrungen aus dieser Übung einfließen werden. Mehr Informationen dazu

Workshop zu PFC-Verbindungen

Beim Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW (MUNLV) fand am 29. März ein Kolloquium zur Risikobewertung von PFC in Lebensmitteln und Futtermitteln statt. Die NRW-Landesregierung fördert im Rahmen spezieller Programme die Verringerung der Einleitung und die Erforschung des Verhaltens von derartigen schädlichen Spurenstoffen in der Umwelt. Erste Ergebnisse des SafeGuard-Arbeitspakets 3.3 wurden dort vorgestellt. Sie belegen, dass PFC-Verbindungen entgegen ersten Annahmen relativ „träge“ zu sein scheinen und nur jeweils zu einem geringen Anteil in der Nahrungskette weitergegeben werden. mehr dazu

Weiterführende Informationen auch www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/

Präsentation des angepassten Reifegradmodells

Im Rahmen des Arbeitspakets 4.1 soll das bereits in anderen Branchen bewährte Reifegradmodell nach ISO/IEC 15504 auf die Anforderungen an das Krisenmanagement in der Schweineproduktion angepasst und für eine Bewertung des Entwicklungsstandes des Aufschaltungs-Austausch-Konzepts in der Fleischwirtschaft genutzt werden.

Das AA-Konzept war im  Rahmen des INTERREG IIIA-Projekts „Risiken beherrschen“ entwickelt worden. Stefanie Slütter hat ein erstes Konzept mit Blick auf das Krisenmanagement, entwickelt an der Universität Bonn, auf der GIL-Tagung am 24./25.Februar in Hohenheim vorgestellt.
Download der Präsentation

Online-Fragebogen zur Kommunikation

Im Rahmen des SafeGuard-Arbeitspakets 4.2 führt Ludwig Arens von der Abteilung für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen zurzeit eine Umfrage im Bereich der Produktion von Lebensmitteln tierischer Herkunft
bei Behörden, Unternehmen und Öffentlichkeit durch.
Der Online-Fragebogen

richtet sich gezielt an Mitarbeiter, die in diesen Bereichen tätig
sind. Im Mittelpunkt der EU-Studie steht die Frage, wie gut der
Informationsaustausch in den Wertschöpfungsketten tierischer
Lebensmittel ist und wovon die Qualität der Kommunikation
zwischen den Akteuren abhängt.

 

Wichtige Termine

  1. Der zweite Mittelabruf im Projekt steht unmittelbar bevor. Um letzte offene Fragestellungen zum Thema Finanzen in SafeGuard zu besprechen bzw. konkrete Lösungen für individuelle Probleme bei der Beantragung der Mittel zu finden, ist eine Informationsveranstaltung am 20. Mai in Kleve gemeinsam mit den Vertretern der dort ansässigen Euregio und den an SafeGuard beteiligten Wirtschaftsprüfern geplant. Die Veranstaltung findet statt in den Räumen der Euregio Rhein-Waal, Emmericher Straße 24 in Kleve.

    Sollten Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte unter folgendem Link an: www.doodle.com/it38echh66fe4yv2

    Den Finanzleitfaden finden Projektmitarbeitende auch als Download im Intranet unseres Webauftritts

  2. Das Arbeitspaket 3.2 wird Thema eines Symposiums zum Thema „Milch“ werden, welches vom Niedersächsischens Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) voraussichtlich zum Herbst 2010 organisiert wird.

  3. Im Juni 2011 wird in Maastricht der 9. Safepork Kongress abgehalten. Zu dieser dreitägigen Veranstaltung in deren Mittelpunkt Fragen zu Zoonosen und Lebensmittelsicherheit mit Bezug auf Schweine und Schweinefleisch stehen, werden namhafte Wissenschaftler aus aller Welt erwartet. An der Vorbereitung des Kongresses sind u.a. der Tiergesundheitsdienst in Deventer sowie GIQS beteiligt.