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AP 2.1

Neuer Bericht verbessert Salmonellen-Monitoring

Die im Rahmen des SafeGuard Arbeitspakets 2.1 (Bekämpfungskonzepte von Salmonellen in Schweine- und Geflügelbeständen) mit der Erzeugergemeinschaft Rheinland erarbeiteten Test- und Informationsberichte für Landwirte könnten helfen, die Salmonellenverbreitung bald weiter zu verringern. Beim Menschen werden Salmonelleninfektionen (sog. Salmonellosen) durch verunreinigte tierische Produkte verursacht - meist durch Geflügel-, aber in geringerem Maße auch durch Schweinefleisch. Anfang 2007 trat zum besseren Verbraucherschutz eine Verordnung in Kraft mit dem Ziel, die Salmonellenverbreitung durch Schlachtschweine zu vermindern. Danach gilt ab dem Jahr 2009 eine Untersuchungspflicht für Mastschweinebestände ab 51 Tiere. Die Beprobung erfolgt in der Regel über die QS-Datenbank „Qualitype“ bei den Schlachtbetrieben.

Doch wie erfährt der Landwirt nun, ob seine Tiere frei von Salmonellen waren? Die Erzeugergemeinschaft Rheinland betreut aktuell ca. 400 Mast- und Kombibetriebe, auch im Bereich des Salmonellen-Monitorings, und fungiert als Systemberaterin des Qualitäts- und Sicherungssystems QS. Jährlich müssen 60 Proben pro Betrieb gezogen und bewertet werden, was in der Regel ein bis drei Proben pro Schlachtschweine-Lieferung bedeutet. Um die Kosten für die Lieferung der Proben an die Ämter in Grenzen zu halten, werden von den Schlachtbetrieben manchmal Proben eingefroren und erst bei Erreichen einer ausreichend großen Versand-Anzahl weitergeleitet. So kann erst mit erheblicher Verzögerung die Rückmeldung an die Landwirte erfolgen.

Mit dem im Rahmen von SafeGuard erarbeiteten Salmonellenbericht, erhält der Landwirt nun schneller Rückmeldung. Er erfährt auch, ob die Schlachtbetriebe in den letzten acht Wochen Proben genommen haben. Die Ergebnisse der Salmonellenbeprobung der letzten 3 Monate werden zur Ermittlung des aktuellen Trends dreifach (1-30 Tage) und einfach (31-90) Tage vom letzten Probendatum ausgehend gewichtet, damit eine Veränderung der Salmonellenergebnisse aus den aktuellen Probenziehungen schneller erkannt werden kann.

Der Landwirt erfährt durch den Bericht, wie viele Proben im Berichtszeitraum gezogen, wie viele davon positiv waren und wie sein aktueller Salmonellenstatus bewertet wird. Darüber hinaus kann  er noch Tipps erhalten, worauf die aktuelle Veränderung der Salmonellenkategorie zurückzuführen sein könnte sowie eine Checkliste zum Salmonelleneintrag und dessen Bekämpfung.

Wenn der Landwirt schneller auf die Änderung des Salmonellenstatus seiner Schlachtschweine reagieren kann, trägt das letztlich für ihn auch zu einer Sicherung seines Absatzes bei.

Salmonellenbericht zur Einsicht, PDF-Download >>

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