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AP 1.5

MKS-Krisenübung fand große Resonanz

Mit insgesamt mehr als 50 Teilnehmern und Beobachtern war die strategische Table-Top-Übung in Kleve äußerst gut besucht. Anwesend waren hochrangige Vertreter der für das jeweilige nationale Krisenmanagement verantwortlichen Veterinärbehörden, Vertreter der Landes- und Bundesbehörden, die ihr Vorgehen erläuterten und grenzüberschreitende Optionen diskutierten. Thematisch wurde der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) im deutsch-niederländischen Grenzgebiet simuliert. Im Seuchenfall müssen zahlreiche Informationen gesammelt, ausgewertet, weitergeleitet und schnell Entscheidungen getroffen werden. Verantwortungsbereiche und Kommunikationswege sind in jedem Land und in jedem Kompetenzbereich verschieden. Daher sollten Art und Weise einer kollaborativen Zusammenarbeit auf beiden Seiten der Grenze feststehen.

Die Übung war in drei Runden unterteilt, in denen die Teilnehmer mit immer neuen Fakten konfrontiert wurden. In der ersten Runde ging es hauptsächlich darum, im Seuchenfall Handel und Verkehr von Tieren möglichst schnell und effektiv zu stoppen und die Kommunikation über die getroffenen und zu treffenden Maßnahmen einzuleiten. Das Szenario in der zweiten Runde konfrontierte die Teilnehmer mit der grenzüberschreitend bislang noch nie eingeübten Situation, im Umfeld des Seuchenausbruchs Impfmaßnahmen durchzuführen. In früheren Jahren war es üblich, alle Tiere in einem definierten Radius präventiv zu keulen – gleichgültig, ob infiziert oder gesund! Im Zuge verstärkter Tierschutzbemühungen setzt man mittlerweile jedoch wieder auf Impfen. Bislang ungelöst ist zurzeit noch das - rein marktwirtschaftliche - Problem der Vermarktung für gesunde und geimpfte Tiere. In der abschließenden dritten Runde ging es noch um die Regionalisierung der Ausbruchsgeschehen und die Frage, wie und ob sich eine grenzüberschreitende Regionen kreieren ließen.

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