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Hintergrund

Kupieren der Schwänze neugeborener Ferkel

In den Mastbetrieben in Europa ist das Problem des Schwanzbeißens bei Schweinen bekannt. Die Verletzungen sind schmerzhaft und können zudem zu weitreichenden Entzündungen führen. Deshalb werden in der EU bereits bei den Saugferkeln die Schwänze Quasi "routinemäßig" gekürzt.

Nach den EU-Tierschutzvorschriften darf der Schwanz bei Schweinen jedoch nur in besonders begründeten Ausnahmefällen und keineswegs routinemäßig gekürzt werden. Die Ursachen für das Schwänzebeißen sind multifaktoriell und daher für den Landwirt ohne Hilfestellung allein kaum lösbar. Doch anscheinend handelt es sich um ein europäisches Phänomen.

In China z.B. werden etwa 450 Mio. Schweine gehalten, deren Schwänze meist nicht gekürzt werden. Weshalb ist es in China möglich, Schweine mit ungekürzten Schwänzen zu mästen? Es bot sich daher an, in Fragen der Schweinehaltung eng zusammen zu arbeiten und von den jeweiligen Erfahrungen gegenseitig zu profitieren.

Am 22.Juli 2010 fand im Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW in Düsseldorf hierzu ein Fachwissenschaftliches Kolloquium unter Beteiligung des Gastreferenten Prof. Dr. Wang Wei von der Universität Chengdu aus der China statt.

Die Experten kamen überein, dass entsprechend den Europäischen Richtlinien das Kupieren nicht routinemäßig erfolgen solle, dass man eine Europaweite Einigung anstreben und nach geeigneten Lösungen insbesondere für geänderte Haltungsbedingungen suchen wolle. Das Problem solle möglichst schnell angegangen werden, so die einheitliche Meinung der Teilnehmer. 

 

Die Fachbeiträge der Veranstaltung und des Referenten Prof. Dr. Wang Wei, Universität Chengdu, China können Sie hier in Kürze nachlesen.

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