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Veranstaltung

Interessante Resultate krönen den Abschluss des Projekts

Preisträger 2012: Prof. Dr. Freidhelm Jaeger (li) und Sjaak Kamps

Mehr als 80 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um sich am 13. Dezember bei der offiziellen Abschlusskonferenz zum Projekt SafeGuard im Forum der Universität Wageningen über die Ergebnisse des Projekts zu informieren. Begrüßt wurden die Projektpartner aus Deutschland und den Niederlanden durch Dirk Jan den Boer, den Vertreter der Universität. In drei parallel laufenden Sitzungen zu den thematischen Schwerpunkten Lebensmittelsicherheit, Zoonosen und Tierseuchen wurden die wissenschaftlichen Resultate aus insgesamt 18 Arbeitspaketen präsentiert. Inhaltlich war der Bogen weit gespannt: Er reichte beim Themenpaket Tierseuchen vom Umgang mit Milch in den Restriktionszonen eines Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche über Maßnahmen zur Vereinheitlichung eines grenzüberschreitenden Krisenmanagements bis hin zu Vorschlägen zur Minimierung der ökonomischen Folgen im Falle eines Ausbruchs der Aujeszky Krankheit.

Beim Themenschwerpunkt Zoonosen standen Salmonellen, multiresistente Keime und Campy-lobacter im Fokus. Im Arbeitspaket 2.1 ging es beispielsweise um die Frage, wie das im Rahmen von QS (Qualität und Sicherheit) implementierte Salmonellen-Antikörpermonitoring verbessert werden kann. Arbeitspaket 2.3 untersuchte das Vorkommen und Gefährdungspotential für den Menschen durch Methicillin-Resistente-Staphylococcus-Aureus-(MRSA) in Tierbeständen. Bislang war den landwirtschaftlich assoziierten MRSA-Stämmen deutlich weniger Beachtung geschenkt worden als den tückischen Krankenhauskeimen.

Für das Themenpaket Lebensmittelsicherheit ging es in erster Linie um die Verbesserung und Vereinheitlichung amtlicher Kontrollmechanismen – meist speziell im Hinblick auf den grenzüberschreitenden Aspekt. So wurde beispielsweise untersucht, ob sich die Ergebnisse der privatwirtschaftlichen Kontrollen in Schweine haltenden landwirtschaftlichen Betrieben für die amtliche Kontrolle und Risikobewertung nutzen lassen und wie dies geschehen könnte. Ein anderes Arbeitspaket befasste sich mit dem Vordringen der Pazifischen Auster ins Wattenmeer und den Gefahren, die vom Verzehr dieser Austern ausgehen. So unterliegen Muscheln, die traditionell im Wattenmeer gezüchtet werden, zahlreichen Kontrollen. Austern dagegen, die durch den Schiffsverkehr eingeschleppt wurden und eigentlich nicht dort beheimatet sind, unterliegen keinerlei amtlicher Überwachung. Ob und gegebenenfalls wie stark sie mit Schadstoffen kontaminiert sind, wurde im Zuge eines Arbeitspakets über zwei Jahre hinweg durch Austernproben an dreizehn ausgewählten Orten untersucht.    

Die drei thematischen Schwerpunkte des SafeGuard-Projekts wurden ergänzt durch übergreifende Fragestellungen, die sich vorrangig mit einer Verbesserung der Qualitäts- und Krisenkommunikation befassten.

Den Auftakt der Veranstaltung bildete jedoch die Verleihung der GIQS-Preise an verdiente Persönlichkeiten der Agrar- und Ernährungsbranche: Der Geschäftsführer der Euregio Rhein-Waal, Sjaak Kamps, wurde für sein Engagement zur Förderung der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit geehrt und Prof. Dr. Friedhelm Jaeger, Referatsleiter im MKULNV-NRW, für sein Engagement bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in den Bereichen Tierschutz, Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit.

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